8. März – Internationaler Frauentag 2010 – Kundgebung und Demonstration

100 Jahre Frauentag
100 nicht erfüllte Forderungen

Montag 8. März 2010 – 16.00 Uhr Königsplatz Augsburg

Zum Gedenken an die Frauen, die 1857 in New York für gleiche Bezahlung und den 8-Stunden-Tag auf die Straßen gingen und mit Streiks auf die Not, die soziale Ungerechtig- keit, die Ausbeutung ihrer Arbeitskraft und auf die Unterdrückung von Frauen in einer patriarchalen Gesellschaft aufmerksam machten, wird seit 100 Jahren auf der ganzen Welt der Internationale Frauentag zur Forderung und Durchsetzung von Frauenrechten begangen.

Die Geschichte des Internationalen Frauentages ist ein wichtiger Teil der Geschichte der Frauenbewegung. Bis 1908 war es den Frauen in den meisten deutschen Ländern verboten, politische Vereine zu gründen oder ihnen anzugehören. Für die meisten Rechtsgeschäfte war die Zustimmung des Ehemannes erforderlich. In vielen Ländern der Welt ist dies heute immer noch Realität. „Frauenrecht als Menschenrecht“ schrieb Clara Zetkin über den ersten inter-nationalen Frauentag in Deutschland am 19. März 1911. Für sie ist die klassenlose Gesellschaft die Voraussetzung für die Befreiung der Frau.

Der 8. März wurde weltweit zum Symbol für den Kampf von Frauen um soziale, rechtliche, wirtschaftliche und politische Gerechtigkeit, um gleiche und bessere Arbeits- und Lebens- bedingungen, das Eintreten für Frieden ohne Kriege und internationale Solidarität. Wenn Frauen verstehen werden, dass sie den Schlüssel zu ihrer Freiheit in den eigenen Händen halten, dann werden sie auch wagen, Mut zu zeigen und aufmerksam, ausdauernd und solidarisch die Hindernisse auf ihrem Weg zu entfernen.

Die Frauen erhielten ihre Rechte nie als Geschenk von anderen, sondern nur durch eigene unaufhörliche Anstrengungen. Deswegen kämpfen Frauen für mehr als 100 nicht erfüllte Forderungen:

  • Die ungleiche Behandlung und Unterdrückung von Frauen darf nicht ewig dauern.
  • Ungleichen Lohn für Frauen bei gleicher Arbeit darf es nicht ewig geben.
  • Flächendeckende Kinderbetreuungseinrichtungen dürfen nicht ewig fehlen.
  • Die Entrechtung von Frauen durch Hartz IV und Mini Jobs darf es nicht ewig geben.
  • Die Zusicherung des gesetzlichen Mindestlohns darf nicht ewig aufgeschoben werden.
  • Kriegspolitik und Bundeswehreinsatz im Ausland und im Innern darf uns nicht ewig bedrohen.
  • Verbrechen wie Vergewaltigung, Zwangsverheiratung, Entführung und Ermordung von Frauen, Mädchen und Jungen dürfen nicht ewig ungestraft bleiben.
  • Das Asylrecht auch bei geschlechtsspezifischer Verfolgung darf nicht ewig verweigert werden.
  • Rassismus, Faschismus und religiöser Fanatismus dürfen uns nicht ewig bedrohen.
  • Die Ausbeutung von Frauen durch Prostitution, Sex-Tourismus und Frauenhandel darf nicht ewig hingenommen werden.
  • Der Internationale Frauentag muss endlich ein gesetzlicher Feiertag werden.

Frauenbündnis 8. März – V.i.S.d.P. Martha Metzger, Berliner Allee 22 b, 86153 Augsburg

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