Veranstaltung zu weiblicher Genitalverstümmelung in Deutschland

Wann:
25. November 2017 um 18:00
2017-11-25T18:00:00+01:00
2017-11-25T18:15:00+01:00
Wo:
Café Tür an Tür
Wertachstraße 29
86153 Augsburg
Deutschland
Kontakt:
Gleichstellungsstelle der Stadt Augsburg
0821 324-2138

Veranstaltung zum Internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“

Eine aktuelle empirische Studie des Netzwerk INTEGRA hat sich mit dem Thema weibliche Genitalverstümmelung in Deutschland befasst (mehr dazu siehe unten).

Die Autorinnen der Studie Dr. Isabelle Ihring und Frauke Czelinski werden die Ergebnisse am  vorstellen.

Zudem werden Ausschnitte aus dem Film das „Blaue Licht“ mit Fadumo Korn gezeigt.

Neue Studie zu weiblicher Genitalverstümmelung in Deutschland

Das Netzwerk INTEGRA hat in einer vom Bundesfrauenministerium geförderten quantitativen und qualitativen Studie erstmals Zahlen und Hintergründe zu Genitalverstümmelung in Deutschland ermittelt. Aus der Studie geht hervor, dass hierzulande knapp 50.000 Frauen leben, die Opfer einer Genitalverstümmelung geworden sind. Nach Schätzungen sind weitere 1.500 bis 5.700 Mädchen deutschlandweit gefährdet. Damit stieg die Zahl der betroffenen Frauen von Ende 2014 bis Mitte 2015 um knapp ein Drittel. Dies lässt sich auf die erhöhte Zuwanderung von Frauen aus Ländern zurückführen, in denen Genitalverstümmelung besonders verbreitet ist. Die fünf Hauptherkunftsländer, aus denen die meisten der in Deutschland lebenden und betroffenen Frauen und Mädchen stammen, sind: Eritrea, Irak, Somalia, Ägypten und Äthiopien. Neben quantitativen Schätzungen enthält die Studie auch qualitative Auswertungen von Interviews. Die dadurch entstandene Sammlung persönlicher Erfahrungsberichte und Meinungen gibt all denjenigen Menschen eine Stimme, die von weiblicher Genitalverstümmelung und ihren weitreichenden Folgen betroffen sind. Ergebnisse der Studie werden am 25.11.2017 um 18:00 Uhr im Café Tür an Tür vorgestellt.

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