Augsburg zeigt Flagge gegen Gewalt an Mädchen und Frauen

Augsburg hisste am 22.11.2012 erstmals am Rathausplatz Fahnen anlässlich des Internationalen Tag Nein zur Gewalt an Frauen. „Mädchen und Frauen sind immer noch tagtäglich von häuslicher Gewalt, von Zwangsheirat oder von Zwangsprostitution betroffen. Auch hier in Augsburg. Menschenrechtsverletzungen dürfen keine Privatangelegenheit sein, nur weil sie im häuslichen Umfeld geschehen oder von der Mehrheit der Bevölkerung nicht wahrgenommen werden. Deshalb begrüße ich es sehr, dass die Stadt Augsburg 2012 ein so klares Statement für ein selbstbestimmtes, gewaltfreies Leben von Frauen abgibt“, sagte Gabriele Zoczek von der TDF -Städtegruppe Augsburg.

Auch in den Augsburger Altstadtläden, am Holbeinplatz, vor vielen Kirchen, in der Neuen Stadtbücherei, vor der Universität, vor dem Verwaltungszentrum der Stadt Augsburg an der Blauen Kappe, bei der Gewerkschaft „verdi“  und an den Fenstern vieler Parteien werden vom 22. bis 26. November die blauen Fahnen oder Poster zu sehen sein.

„Die Stadt Augsburg zeigt im wahrsten Sinn des Wortes Flagge gegen Gewalt an Mädchen und Frauen. Jede vierte Frau erlebt im Laufe ihres Lebens Gewalt durch den eigenen Partner. In diesem Jahr werden mit Unterstützung des Oberbürgermeisters erstmals Fahnen am Rathausplatz gehisst. Es ist ein wichtiges Zeichen, das darauf hinweist, dass Gewalt an Mädchen und Frauen kein Kavaliersdelikt ist, sondern eine Menschenrechtsverletzung, die bei uns in Deutschland strafrechtliche Folgen hat“, betonte die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Augsburg, Anita Conradi.

Auch Soni Unterreithmeier von SOLWODI unterstützte die Aktion der Augsburger TDF-Gruppe. SOLWODI setzt sich für Opfer von Frauenhandel, Zwangsprostitution, Ehrenmord, Zwangsverheiratung und sexueller Gewalt ein. Unterreithmeier sagte: „Wir benötigen in Augsburg zusätzliche Unterkünfte für Frauen in Not. 2012  haben sich etwa 25 Frauen in größter Bedrängnis an SOLWODI in Augsburg gewandt, für die zum Teil sofort eine Schutzunterbringung notwendig gewesen wäre. Leider musste das Frauenhaus Augsburg einen Großteil dieser hilfesuchenden Frauen aus Platzmangel abweisen.“

gegen Gewalt, Nachrichten der AAFPermalink

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