Moderne Sklaverei in deutschen Haushalten

Nivediat PrasadDr. Nivedita Prasad, Projektkoordinatorin von Ban Ying Beratungs- und Koordinationsstelle gegen Menschenhandel in Berlin berichtet am 3. Dezember 2012 im Evangelischen Forum darüber wie Hausangestellte von DiplomatInnen leben.  Sie leben und arbeiten in einer extremen ausländer- und arbeitsrechtlichen Abhängigkeit und sind besonders gefährdet, Opfer von Menschenhandel zu werden. Ihr Aufenthalt ist eng geknüpft an die Tätigkeit in dem Haushalt der Diplomatenfamilie. Hinzu kommt, dass die ArbeitgeberInnen auf Grund der diplomatischen Immunität nicht der deutschen Gerichtsbarkeit unterstehen. Formaljuristisch ist es in Deutschland ausgeschlossen, einen anderen Menschen zu besitzen. In der Praxis gibt es aber immer wieder Fälle von Ausbeutung und/ oder Menschenhandel, die deutlich machen, dass es sehr wohl möglich ist, auch in Deutschland die absolute Verfügungsgewalt über einen Menschen zu erlangen.

Nivedita Prasad setzt sich für die Rechte von Menschen, zumeist Frauen, in prekären Beschäftigungs- bzw. Ausbeutungsverhältnissen ein. Sie ist Trägerin des Anne-Klein-Frauenpreises 2012 der Heinrich-Böll-Stiftung.

 

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