Neue Broschüre: “Der Mini-Job. Da ist mehr für Sie drin!”

Herausgeberin der neuen Broschüre ist die Gleichstellungsstelle für Frauen und Männer der Stadt Augsburg. Den Text erstellt haben die Juristin Ingeborg Heinze und die Politologin Christel Steylaers für die Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG), Berlin. Die Broschüre ist bei den Bürgerbüros der Stadt Augsburg und bei der Gleichstellungsstelle, Maximilianstr. 4 kostenlos erhältlich.

Minijobs werden oft als eine Möglichkeit gesehen, Familie und Beruf zu vereinbaren und das Familieneinkommen aufzbessern. Langfristig können sich jedoch Nachteile für die berufliche Biografie und für die Rente ergeben. Vor allem im Hinblick auf die Altersvorsorge sollten Frauen und Männerauf eine eigenständige Absicherung achten und rechtzeitig vorsorgen. Die Rentenversicherungsbeiträge bei Minijobs sind sehr gering. Eine Aufstockung dieser Beiträge kann sinnvoll sein, damit staatliche Altersvorsorge-Förderung möglich wird.

Am 31. Dezember 2006 wurden über 6 Millionen geringfügig Beschäftigte in Deutschland gezählt. Knapp 4 Millionen davon sind Frauen. In Privathaushalten sind fast ausschließlich Frauen in Minijobs beschäftigt. Die Zahl der Minijobber/innen ist 2007 weiter gestiegen. Die vielen rechtlichen Ansprüche und Regelungen sind häufig weder Arbeitgeber/in noch Arbeitnehmer/in genau bekannt. Wissen Sie z.B. ob Sie als Minijobberin einen Tariflohn und vermögenswirksame Leistungen beanspruchen können? Stehen Ihnen Urlaubs- und Weihnachtsgeld zu? Bekommen Sie Lohnfortzahlung bei Urlaub, Krankheit, Kur oder wenn Ihr Kind krank ist? Sind Sie bei einem Arbeitsunfall versichert? Welche Rechte haben sie, wenn sie schwanger sind? Was ist im Fall einer Kündigung zu beachten und was passiert, wenn Ihr Betrieb Insolvenz anmelden muss? Wie sieht es mit der Renten- und Krankenversicherung aus und was bedeutet die “Riester-Förderung” für Sie? Welche besonderen Regelungen gibt es, wenn Sie in einem Privathaushalt arbeiten und was versteht man unter Midijob und Gleitzone?

Die neue Broschüre gibt Antworten auf diese Fragen und zeigt die rechtlichen Ansprüche auf.

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